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Neue Version der DIN 45667

Nach mehr als 50 Jahren wurde die DIN 45667 Klassierverfahren unter der Federführung des IMAB grundlegend überarbeitet.

Klassierverfahren dienen zur Datenreduktion, um aus Beanspruchungs-Zeitverläufen mit regellosen Amplituden die schädigenden Inhalte zu extrahieren. Nach mehr als 50 Jahren wurde die DIN 45667 Klassierverfahren unter der Federführung des IMAB, TU Clausthal sowie der Mitwirkung von BAM, Berlin und Fraunhofer LBF, Darmstadt grundlegend überarbeitet. DIN 45667 gliedert sich in zwei Teile. Teil 1 befasst sich mit der Umwandlung des Beanspruchungs-Zeitverlaufs in eine Umkehrpunktfolge und der Einordnung der Umkehrpunkte in Klassen der Beanspruchung. In Teil 2 werden aus der Umkehrpunktfolge die enthaltenen Beanspruchungsamplituden zusammen mit ihrem Mittelwert extrahiert. Hierzu wird ein 4-Punkt Algorithmus verwendet, der nach dem Rainflow-Verfahren arbeitet. Das Ergebnis ist eine Matrix in der die Häufigkeit von gleichen Amplituden mit dem gleichen Mittel summiert wird. Aus der Rainflow-Matrix können anschließend die Bereichspaar- und die Klassengrenzenüberschreitungszählung abgeleitet werden. Darüber hinaus beschreibt Teil 2 ein Verfahren zur Berücksichtigung des Residuums, der Umkehrpunkte die mit dem 4-Punkt Algorithmus nicht zu einer Amplitude kombiniert werden können. Durch umfangreiche Beispiele wird die Arbeitsweise des Algorithmus erläutert. Mit DIN 45667:2025 Klassierverfahren steht nun eine Norm zur Verfügung, die das üblicherweise genutzte Zählverfahren beschreibt.

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